Hallo aus Frankfurt,
ich besitze seit einigen Tagen einen Plustek OpticFilm 7600i den ich mit der aktuellsten Version von SilverFast Ai-Studio betreibe.
Da ich mir neben meiner digitalen Systemkamera die analoge Fotografie im KB-Format angefangen habe, geht es mir weniger darum große Altbestände zu archivieren als viel mehr darum die frisch entwickelten Negative in möglichst PERFEKTER Qualität zu digitalisieren und diese in meinen "normalen" digitalen Workflow zu integrieren. Daher bin ich nun auf der Suche nach dem idealen Setup für die Scanner/SW-Kombination.
Zunächst meine Vorstellungen/Wünsche/Gedanken:
- Da die Netto-Auflösung des mit 7200dpi angegebenen Scanners (bei max. Auflösung) irgendwo zwischen 3300 und 3500dpi liegt - was für KB-Negative aber ausreichen sollte - scanne ich mit der höchsten möglichen Auflösung.
- Um in der Nachbearbeitung inkl. Tonwertkorrektur etc. alle Optionen offen zu haben, arbeite ich mit 16Bit-Farbtiefe (pro Kanal).
- Da der Plustek 7600i nicht unbedingt für seine optische Schärfeleistung bekannt ist, komme ich um eine Nachschärfung leider nicht herum.
- Durch das große Delta zwischen Nenn- und Nettoauflösung entsteht natürlich eine recht große Bilddatei die jedoch eigentlich viel weniger Informationen beinhaltet. I.d.R. würde ich die Datei später in PSElements herunterskalieren. Sinnigerweise wähle ich hier die Bildgröße meiner Digitalkamera (4032x2688) um einigermaßen homogene Ergebnisse auf der Festplatte zu haben.
- Um den Dynamikbereich meiner (größtenteils S/W) Negative optimal auszuschöpfen verwende ich MultiExposure.
Nun zu meinen Fragen:
1. Wenn ich mit voller Auflösung (Schieberegler in SF auf 7.200) scanne und die "Ausgabegröße" auf das gewünschte "Zielformat" von z.B. 4032x2688 einstelle, erhalte ich dann wirklich einen Scan mit höchstmöglicher Auflösung (wie hoch die Netto auch immer sein mag) welcher dann vor der Umwandlung in TIFF automatisch auf die Ausgabegröße skaliert wird oder reduziert der Scanner "heimlich" die Scanauflösung um mir eine Bilddatei in z.B. 4032x2688 zu liefern?
Sprich: Ist die Einstellung der "Ausgabegröße" der gleiche Arbeitsschritt wie die nachträgliche Skalierung einer riesigen 720dpi-Datei in PSE (welchen ich mir dann sparen könnte)?
2. Wenn ich die Option "Auto-Schärfe" aktiviere, WANN wird dann bei der vorgenannten Konfiguration (mit vorgegebener Ausgabegröße) die Schärfung durchgeführt? Wird der "große" Rohscan VOR der Skalierung auf 4032x2688 geschärft oder wird die Schärfung auf die fertige "kleine" TIFF-Datei angewendet? Das ist sicher keine alltägliche Frage weshalb ich mich über eine handfeste Aussage (ggf. nach Rüclsprache mit den Entwicklern) sehr freuen würde. Wenn die Schärfung vor dem herunterskalieren angewandt wird, wäre das ein echter Vorteil für meinen Workflow weil dann die vom Scanner "gelieferte" Bilddatei in Digitalkameragröße bereits mit einer akzeptablen eingearbeiteten Schärfe kommt was den optischen Nachteil des Plustek-Geräts etwas ausbügelt.
3. Bringt mir MultiExposure bei Negativen (größtenteils KODAK Professional S/Ws) wirklich einen Dynamik-/Dichtegewinn? Für Vergleichsscans fehlte mir bisher die Zeit, ich habe die Option im guten Glauben aber trotzdem immer verwendet.
Wenn der Prozess in etwa so funktioniert wie ich es mir hier vorstelle, erhalte ich auf diese Weise innerhalb von 4 bis 6 Min. (inkl. MulteExposure) eine 16Bit-Bilddatei mit knapp 11 Megapixeln, akzeptabler Schärfe und einem im Vergleich zu Digitalbildern anständigen Dynamikumfang aus einem (korrekt belichteten) Negativ. Das deckt sich durchaus mit meinen Ansprüchen und würde mich voll und ganz zufriedenstellen.
Ich freue mich auf Ihr fundiertes Feedback.
Freundliche Grüße,
Patrick Braun
Autom. Skalier-/Schärfung der gescannten Datei: Ausgabegröße
Moderator: LSI_Ketelhohn
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Re: Autom. Skalier-/Schärfung der gescannten Datei: Ausgabeg
Sehr geehrter Herr Braun,
Es gibt dort keine kleine und große Datei.
Silverfast scannt immer mit der Auflösung die sich aus gewählter Auflösung und Skalierung ergibt.
Diese Werte sind Hilfen um z.B. die optimale Scangröße für einen Print zu berechnen.
z.B. 300dpi und eine skalierung von 1000% ergeben eine rechnerische Auflösung von 3000dpi.
In diesem Fall wählt SilverFast die nächst höhere Hardwareauflösung für den Scan z.B. 3600dpi.
Der Scann wird dann auf 3000dpi herunter gerechnet.
Filter werden auf das herunter gerechnete Bild angewendet.
Andersherum wenn 3600dpi ausgewählt werden aber eine Skalierung von 10% so ergibt sich rechnerisch 360dpi und diese Auflösung wird dann auch für den Scann verwendet.
Mit freundlichen Grüssen,
Arne Ketelhohn.
Es gibt dort keine kleine und große Datei.
Silverfast scannt immer mit der Auflösung die sich aus gewählter Auflösung und Skalierung ergibt.
Diese Werte sind Hilfen um z.B. die optimale Scangröße für einen Print zu berechnen.
z.B. 300dpi und eine skalierung von 1000% ergeben eine rechnerische Auflösung von 3000dpi.
In diesem Fall wählt SilverFast die nächst höhere Hardwareauflösung für den Scan z.B. 3600dpi.
Der Scann wird dann auf 3000dpi herunter gerechnet.
Filter werden auf das herunter gerechnete Bild angewendet.
Andersherum wenn 3600dpi ausgewählt werden aber eine Skalierung von 10% so ergibt sich rechnerisch 360dpi und diese Auflösung wird dann auch für den Scann verwendet.
Mit freundlichen Grüssen,
Arne Ketelhohn.
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Charly182
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Re: Autom. Skalier-/Schärfung der gescannten Datei: Ausgabeg
Vielen Dank zunächst für die schnelle Antwort auch wenn das leider nicht meinen Hoffnungen entspricht
Ich muss auch zugeben dass ich das dann noch nicht ganz verstanden habe:
- Ich stelle den Schieberegler auf 7200dpi
- Die Pixelwerte in den Feldern "Original" springen dabei auf neue Werte (um die 10.000x6...)
- Dann trage ich in den Feldern unter "Ausgabegröße" die gewünschte Zielgröße (4032x2688) ein
- Die Größe unter "Original" und die eingestellte Auflösung bleiben bestehen, lediglich unter "Skal." erscheint der entsprechende %-Wert (z.B. 40%)
Und DANN scannt der Scanner nicht mit höchster Auflösung (von der ich dachte ich hätte sie eingestellt) und skaliert anschließend herunter sondern er bekommt von der SilverFast-Software eine alternative, auf die Ausgabegröße angepasste Auflösung vorgeschrieben mit der er dann abtastet? Das würde bedeuten dass er ggf. nur mit 3600dpi arbeitet weil die Software ihm das ausgerechnet hat was dann aber zu einer (hardwarebedingten) Nettoauflösung von gerade mal um die 2000dpi führt weil die Hersteller die Angaben ihrer Geräte immer so "großzügig" dimensionieren.
Warum erhalte ich aber dann TIFF-Bilddateien in deren Eigenschaften die Größe (wie gewünscht) 4032x2688 beträgt und eine Auflösung von 7200x7200dpi steht? Dies (und die längere Scandauer pro Abtastung) suggerierte mir eigentlich dass der Scanner mit höchster Auflösung arbeitet und erst dann von der Software eine Skalierung auf die Ausgabegröße vor dem Schreiben der endgültigen Datei durchgeführt wird.
Aber gut, wenn das mit meinem Workflow nicht funktioniert - welche Einstellung muss ich dann vornehmen um den Scanner wirklich seine VOLLE Leistung/Auflösung beim Scan auszuschöpfen und trotzdem eine vor dem abspeichern herunterskalierte Datei zu erhalten? Sind die Arbeitsschritte in dieser Reihenfolge überhaupt abbildbar oder MUSS ich eine vollwertige Riesendatei erzeugen lassen die ich dann wieder "von Hand" in PhotoShop auf die gewünschte Größe herunterskaliere?
Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen.
Ich muss auch zugeben dass ich das dann noch nicht ganz verstanden habe:
- Ich stelle den Schieberegler auf 7200dpi
- Die Pixelwerte in den Feldern "Original" springen dabei auf neue Werte (um die 10.000x6...)
- Dann trage ich in den Feldern unter "Ausgabegröße" die gewünschte Zielgröße (4032x2688) ein
- Die Größe unter "Original" und die eingestellte Auflösung bleiben bestehen, lediglich unter "Skal." erscheint der entsprechende %-Wert (z.B. 40%)
Und DANN scannt der Scanner nicht mit höchster Auflösung (von der ich dachte ich hätte sie eingestellt) und skaliert anschließend herunter sondern er bekommt von der SilverFast-Software eine alternative, auf die Ausgabegröße angepasste Auflösung vorgeschrieben mit der er dann abtastet? Das würde bedeuten dass er ggf. nur mit 3600dpi arbeitet weil die Software ihm das ausgerechnet hat was dann aber zu einer (hardwarebedingten) Nettoauflösung von gerade mal um die 2000dpi führt weil die Hersteller die Angaben ihrer Geräte immer so "großzügig" dimensionieren.
Warum erhalte ich aber dann TIFF-Bilddateien in deren Eigenschaften die Größe (wie gewünscht) 4032x2688 beträgt und eine Auflösung von 7200x7200dpi steht? Dies (und die längere Scandauer pro Abtastung) suggerierte mir eigentlich dass der Scanner mit höchster Auflösung arbeitet und erst dann von der Software eine Skalierung auf die Ausgabegröße vor dem Schreiben der endgültigen Datei durchgeführt wird.
Aber gut, wenn das mit meinem Workflow nicht funktioniert - welche Einstellung muss ich dann vornehmen um den Scanner wirklich seine VOLLE Leistung/Auflösung beim Scan auszuschöpfen und trotzdem eine vor dem abspeichern herunterskalierte Datei zu erhalten? Sind die Arbeitsschritte in dieser Reihenfolge überhaupt abbildbar oder MUSS ich eine vollwertige Riesendatei erzeugen lassen die ich dann wieder "von Hand" in PhotoShop auf die gewünschte Größe herunterskaliere?
Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen.
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Re: Autom. Skalier-/Schärfung der gescannten Datei: Ausgabeg
Sehr geehrter Herr Braun,
Sie können sich die tatsächliche Auflösung des Bildes und die Verwendete Hardwareauflösung in SilverFast anzeigen lassen. (Am PC mit "F5" und "F6"; Am Mac mit "ctrl" und "alt")
Die In das Datenfeld der Bilddatei eingetragene Auflösung dient lediglich dazu um anderen Programmen Hinweise darauf zu geben wie die Datei anzuzeigen ist.
Plant man z.B. eine Datei mit 300dpi als 10cm breites Bild zu drucken kann man diese Werte direkt in SilverFast eingeben.
Importiert man die Datei dann in eine andere Anwendung kann diese den Eintrag lesen und das Bild richtig anzeigen.
Wenn Sie gescannte Dateien herunterskalieren wollen müssten Sie dies im nachfolgenden Workflow machen.
z.B. mit SilverFast HDR oder Photoshop.
Mit freundlichen Grüssen,
Arne Ketelhohn.
Sie können sich die tatsächliche Auflösung des Bildes und die Verwendete Hardwareauflösung in SilverFast anzeigen lassen. (Am PC mit "F5" und "F6"; Am Mac mit "ctrl" und "alt")
Die In das Datenfeld der Bilddatei eingetragene Auflösung dient lediglich dazu um anderen Programmen Hinweise darauf zu geben wie die Datei anzuzeigen ist.
Plant man z.B. eine Datei mit 300dpi als 10cm breites Bild zu drucken kann man diese Werte direkt in SilverFast eingeben.
Importiert man die Datei dann in eine andere Anwendung kann diese den Eintrag lesen und das Bild richtig anzeigen.
Wenn Sie gescannte Dateien herunterskalieren wollen müssten Sie dies im nachfolgenden Workflow machen.
z.B. mit SilverFast HDR oder Photoshop.
Mit freundlichen Grüssen,
Arne Ketelhohn.
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Re: Autom. Skalier-/Schärfung der gescannten Datei: Ausgabeg
Gut, das ist zumindest eine handfeste Aussage.
Danke auch für den Tipp mit dem ShortCut, werde mir mal anschauen mit welchen Auflösungen die SW so in den von mir bevorzugten Ausgabegrößen tatsächlich arbeitet und dann ggf. meinen Workflow anpassen...
Danke auch für den Tipp mit dem ShortCut, werde mir mal anschauen mit welchen Auflösungen die SW so in den von mir bevorzugten Ausgabegrößen tatsächlich arbeitet und dann ggf. meinen Workflow anpassen...
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