Hallo,
ich möchte (endlich) meine umfangreiche Dia-Sammlung einscannen. Ich bin Neuling auf diesem Gebiet, und ich fühle mich noch etwas überfordert.
Ich habe den Scanner Nikon Super Coolscan 5000 ED und Silverfast Ai Studio 8. Seit ich digital fotografiere, benutze ich Adobe Lightroom als Entwicklungs-, Bilbdearbeitungs- und Bildverwaltungssoftware. Hiermit möchte ich dann auch meine eingescannten Dias bearbeiten und verwalten, d.h. die Bildbearbeitung würde ich nicht mit Silverfast machen (vielleicht ist das die erste Fehleinschätzung?).
Die als Dokumentation gelieferten PFDs und Movies helfen mir an einigen Stellen nur bedingt weiter. Insbesondere:
- ist es ratsam, den Workflow-Pilot zu benutzen oder nicht?
- wenn ich den Workflow-Pilot benutze, muss ich zunächst ein Ziel angeben. Was ist für meine Belange geeignet: Archiv? Photoshop? Oder was anderes?
- wenn ich den Workflow-Pilot nicht benutze, sind wohl die Angaben unter "Maße und Auflösung des Scans" ganz entscheidend:
-- gebe ich unter "Aufl." 2000dpi (Ende des grünen Bereiches) oder 4000dpi (Ende des gelben Bereiches) an?
-- soll der Zoom-Faktor (Expertenmodus) bei 100 % eingestellt werden oder höher? (Diese Angaben haben ja erheblichen Einfluss auf die Dateigröße; was ist sinnvoll für eine Weiterverarbeitung mit Lightroom?)
- unter Berücksichtigung der Weiterverarbeitung mit Lightroom: welche Werkzeuge aus dem Kontroll-Dock und der Standard- und Spezial-Werkzeug-Leiste sollten dennoch auf jeden Fall benutzt werden? Welche Parameter sollten dabei gesetzt werden?
Gibt es weitere Dinge, die zu beachten sind oder sonstige Tipps?
Für alle hilfreichen Antworten schon mal herzlichen Dank.
Schöne Grüße
Helmut
Einscannen einer umfangreichen Dia-Sammlung
Moderator: LSI_Ketelhohn
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Re: Einscannen einer umfangreichen Dia-Sammlung
Sehr geehrter Helmut,
Der WorkflowPilot ist hauptsächlich als Übungswerkzeug gedacht.
Er führt für bestimmte Zielsetzungen durch die benötigten Schritte.
Er unterstützt leider keine Stapelverarbeitung, wie sie z.B. mit dem SA-21 oder SF-210 Adaptern ratsam ist.
Der Standard Workflow, der für die Meisten Fälle verwendet werden kann, ist "Bildbearbeitung".
Eine Auflistung der Workflows finden Sie hier.
Die Auflösung definiert wie groß Ihre Bilder werden.
Für die meisten Anwendungsfälle reichen Auflösungen zwischen 2000 und 3000dpi völlig aus.
Sie können aber gerne einmal Scanns in verschiedenen Auflösungen machen.
Laden Sie diese dann in einen Bildbetrachter und setzen Sie diesen auf 100% Ansicht.
Darüber erhalten Sie eine Vorstellung wie groß das Bild tatsächlich ist und wie viel Details Sie sehen können.
Gössere Scanns benötigen hauptsächlich mehr Zeit und Speicherplatz.
Daher ist es nicht immer sinnvoll die höchste Auflösung zu nutzen, es sei den Sie möchten ein Bild sehr groß ausdrucken.
Der Zoomfaktor dient dazu eine bestimmte Auflösung zu berechnen.
Wenn Sie die Auflösung direkt einstellen müssen Sie hier nichts eingeben.
Sie sollten MultiExposure aktivieren um den Dynamikumfang zu erhöhen.
Es müssen auch die Lichter und Schatten gesetzt werden.
z.B. über die Bildautomatik (Auto CCR).
Zusätzlich können Sie noch iSRD aktivieren um Staub und Kratzer entfernen zu lassen.
Mit freundlichen Grüssen,
Arne Ketelhohn.
Der WorkflowPilot ist hauptsächlich als Übungswerkzeug gedacht.
Er führt für bestimmte Zielsetzungen durch die benötigten Schritte.
Er unterstützt leider keine Stapelverarbeitung, wie sie z.B. mit dem SA-21 oder SF-210 Adaptern ratsam ist.
Der Standard Workflow, der für die Meisten Fälle verwendet werden kann, ist "Bildbearbeitung".
Eine Auflistung der Workflows finden Sie hier.
Die Auflösung definiert wie groß Ihre Bilder werden.
Für die meisten Anwendungsfälle reichen Auflösungen zwischen 2000 und 3000dpi völlig aus.
Sie können aber gerne einmal Scanns in verschiedenen Auflösungen machen.
Laden Sie diese dann in einen Bildbetrachter und setzen Sie diesen auf 100% Ansicht.
Darüber erhalten Sie eine Vorstellung wie groß das Bild tatsächlich ist und wie viel Details Sie sehen können.
Gössere Scanns benötigen hauptsächlich mehr Zeit und Speicherplatz.
Daher ist es nicht immer sinnvoll die höchste Auflösung zu nutzen, es sei den Sie möchten ein Bild sehr groß ausdrucken.
Der Zoomfaktor dient dazu eine bestimmte Auflösung zu berechnen.
Wenn Sie die Auflösung direkt einstellen müssen Sie hier nichts eingeben.
Sie sollten MultiExposure aktivieren um den Dynamikumfang zu erhöhen.
Es müssen auch die Lichter und Schatten gesetzt werden.
z.B. über die Bildautomatik (Auto CCR).
Zusätzlich können Sie noch iSRD aktivieren um Staub und Kratzer entfernen zu lassen.
Mit freundlichen Grüssen,
Arne Ketelhohn.
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hemumu
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Re: Einscannen einer umfangreichen Dia-Sammlung
Sehr geehrter Herr Ketelhohn,
vielen Dank für die aufschlussreichen Antworten. Da ich den Adapter SF-210 besitze, kommt schon mal der WorkflowPilot nicht in Frage.
Eine Frage habe ich noch zu dem Bedienelement "Ausgabe-Farbformat und Bit-Tiefe auswählen" im Kontroll-Dock oben:
- was bedeutet z.B. bei "48 -> 24 Bit" die erste und die zweite Zahl?
- ich habe einmal mit "48 -> 24" und einmal mit "48 Bit" eingescannt; die zweite Datei ist doppelt so groß wie die erste, aber zumindest am Bildschirm kann ich absolut keinen Unterschied bei den beiden Bilodern erkennen, auch nicht, wenn ich sehr stark hineinzoome
- alle Scans mit "HDR", z.B. "48 Bit HDR" ergeben extrem dunkle Bilder, wie ist das zu erklären?
Nochmals danke und schöne Grüße aus Nürnberg
Helmut
vielen Dank für die aufschlussreichen Antworten. Da ich den Adapter SF-210 besitze, kommt schon mal der WorkflowPilot nicht in Frage.
Eine Frage habe ich noch zu dem Bedienelement "Ausgabe-Farbformat und Bit-Tiefe auswählen" im Kontroll-Dock oben:
- was bedeutet z.B. bei "48 -> 24 Bit" die erste und die zweite Zahl?
- ich habe einmal mit "48 -> 24" und einmal mit "48 Bit" eingescannt; die zweite Datei ist doppelt so groß wie die erste, aber zumindest am Bildschirm kann ich absolut keinen Unterschied bei den beiden Bilodern erkennen, auch nicht, wenn ich sehr stark hineinzoome
- alle Scans mit "HDR", z.B. "48 Bit HDR" ergeben extrem dunkle Bilder, wie ist das zu erklären?
Nochmals danke und schöne Grüße aus Nürnberg
Helmut
- LSI_Ketelhohn
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Re: Einscannen einer umfangreichen Dia-Sammlung
Sehr geehrter Helmut,
48 ->24 Bit bedeutet, das die Bilder mit 48 Bit gescannt und als 24 Bit Bild ausgegeben werden.
Alle Berechnungen verwenden die 48 Bit Daten.
24 Bit ist die normale Farbtiefe für die meisten Bilder.
48 Bit wird nur für die Weiterverarbeitung in professionellen Bildverarbeitungsprogrammen wie SilverFast HDR Studio oder Photoshop benötigt.
Einen sichtbaren Unterschied gibt es nicht, da nur sehr wenige Geräte überhaupt mehr als 24 Bit anzeigen können.
48 Bit Dateien bieten zwar erheblich mehr Farbabstufungen an, dies ist aber nur für die Verwendung von Filtern und Anpassungen in oben genannter Software nötig.
Viele normale/einfachere Programme können 48 Bit Daten noch nicht einmal öffnen.
Daher sollten Sie diese Format nur verwenden, wenn Sie entsprechende Software für die Weiterverarbeitung verwenden.
Die 48/64 Bit HDR(i) Formate sind Archivdaten die unverändert gespeichert werden, um später in SilverFast HDR (Studio) verarbeitet zu werden.
Eine Auflistung und Erklärung aller Farbtiefen finden Sie hier.
Mit freundlichen Grüssen,
Arne Ketelhohn.
48 ->24 Bit bedeutet, das die Bilder mit 48 Bit gescannt und als 24 Bit Bild ausgegeben werden.
Alle Berechnungen verwenden die 48 Bit Daten.
24 Bit ist die normale Farbtiefe für die meisten Bilder.
48 Bit wird nur für die Weiterverarbeitung in professionellen Bildverarbeitungsprogrammen wie SilverFast HDR Studio oder Photoshop benötigt.
Einen sichtbaren Unterschied gibt es nicht, da nur sehr wenige Geräte überhaupt mehr als 24 Bit anzeigen können.
48 Bit Dateien bieten zwar erheblich mehr Farbabstufungen an, dies ist aber nur für die Verwendung von Filtern und Anpassungen in oben genannter Software nötig.
Viele normale/einfachere Programme können 48 Bit Daten noch nicht einmal öffnen.
Daher sollten Sie diese Format nur verwenden, wenn Sie entsprechende Software für die Weiterverarbeitung verwenden.
Die 48/64 Bit HDR(i) Formate sind Archivdaten die unverändert gespeichert werden, um später in SilverFast HDR (Studio) verarbeitet zu werden.
Eine Auflistung und Erklärung aller Farbtiefen finden Sie hier.
Mit freundlichen Grüssen,
Arne Ketelhohn.
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